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Aktuelle Meldungen

Transgender Day of Remembrance Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW

15.11.2017 TDoR: Geschichte, Gedenken und Sichtbarkeit in Essen

Jedes Jahr findet am 20. November der Transgender Day of Remembrance (TDoR) im Gedenken an die weltweiten Opfer transfeindlicher Gewalt des vergangenen Jahres statt. Das Netzwerk Geschlechtliche Vielfalt Trans* NRW lädt an diesem Tag zu einer Veranstaltung in das Lore-Agnes-Haus in Essen ein, um Historie und Trauer zu verbinden, sowie Sichtbarkeit zu schaffen für die auch in Deutschland noch immer aktuelle transfeindliche Gewalt.

Zunächst erwartet die Besucher*innen eine kleine Einführung in die Geschichte des Transgender Day of Remembrance, um anschließend mit einer Schweigeminute den Opfer transfeindlicher Gewalt zu gedenken. Und schließlich können die Foto-Ausstellungen "Trans*Welten" und "Im Limbus der Geschlechter" besucht werden, welche die alltägliche Auseinandersetzung von trans*Personen und transsexuellen Menschen mit ihrer Geschlechtsidentität zeigen.

Dritte Option beim Geschlechtseintrag

08.11.2017 Bundesverfassungsgericht urteilt: Recht auf drittes Geschlecht

"Das allgemeine Persönlichkeitsrecht schützt auch die geschlechtliche Identität derjenigen, die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen", lautet das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu der Verfassungsbeschwerde einer intergeschlechtlichen Person. Der Gesetzgeber ist verpflichtet worden bis zum 31. Dezember 2018 eine verfassungsgemäße Neuregelung zum Personenstandsrecht herbeizuführen, da die Beschränkung auf die Optionen "männlich" und "weiblich" beim Geschlechtseintrag verfassungswidrig ist.

In einer Pressemitteilung vom 8. November informiert das Bundesverfassungsgericht über seine Entscheidung:  "Die Regelungen des Personenstandsrechts sind mit den grundgesetzlichen Anforderungen insoweit nicht vereinbar, als § 22 Abs. 3 Personenstandsgesetz (PStG) neben dem Eintrag 'weiblich' oder 'männlich' keine dritte Möglichkeit bietet, ein Geschlecht positiv eintragen zu lassen. [...] Das Grundgesetz gebietet nicht, den Personenstand hinsichtlich des Geschlechts ausschließlich binär zu regeln."

Bunte Kitas - starke Kinder / Regenbogenfamilien

17.10.2017 Bunte Kitas – starke Kinder

Die nordrhein-westfälische Landesregierung fördert die Akzeptanz und Gleichstellung von Regenbogenfamilien. Als Regenbogenfamilien definieren sich Familien, in denen sich mindestens ein Elternteil als lesbisch, schwul, bisexuell oder transsexuell versteht.

Die Kindertageseinrichtung (Kita) spielt eine wichtige Rolle bei der frühkindlichen Stärkung von Kindern aus Regenbogenfamilien, da sie häufig die erste Einrichtung ist, in der Kinder regelmäßig in sozialen Gruppen mit anderen Kindern agieren. Hier soll es Kindern ermöglicht werden, sich mit Familienvielfalt auseinanderzusetzen, alternative Familienkonzepte kennenzulernen und als gleichberechtigt anzuerkennen.

Lucie Veith

17.10.2017 Anti-Diskriminierungspreis für Lucie Veith

Für den Einsatz für die Menschenrechte Intersexueller verleiht die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) den diesjährigen "Preis für das Engagement gegen Diskriminierung" an Lucie Veith. Der undotierte Preis wurde Montagabend bei einer Festveranstaltung vor mehr als 300 geladenen Gästen im Berliner Museum für Kommunikation verliehen. Lucie Veith (61) setzt sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Rechte und Anerkennung intersexueller Menschen und für den Schutz vor unfreiwilligen medizinischen Eingriffen ein.

"Anti-Diskriminierung braucht Vorbilder", sagte die Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Katarina Barley, in ihrer Laudatio. "Gleichstellung verwirklicht sich nicht in Debatten und Gesetzen. Gleichstellung muss gelebt werden, muss in der Gegenwartswelt der Menschen ankommen. Seit 15 Jahren ist Lucie Veith dafür unermüdlich bei der Sache. Diese Ausdauer und dieses Engagement sind nicht selbstverständlich und verdienen höchste Anerkennung."

Kampagne anders und gleich NRW

09.10.2017 Online-Befragung zu diskriminierenden Sprüchen

Lesbische, schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und queere Menschen (LSBTIQ*) werden immer wieder mit diskriminierenden Äußerungen konfrontiert. Mit einer in Nordrhein-Westfalen bislang einmaligen Online-Befragung will die Kampagne "anders und gleich NRW" das Spektrum der Diffamierungen und verbalen Ausgrenzungen von lsbtiq*Menschen erheben. Die Ergebnisse der Befragung sollen in eine neue Broschüre der Kampagne einfließen, die Menschen Tipps geben soll, wie sie auf verbale Diskriminierung reagieren können. Die Online-Befragung soll dazu dienen, lebensnahe Beispiele für diskriminierende Aussagen von möglichst vielen unterschiedlichen Menschen zu erfahren. www.umbuzoo.de/q/SAGWAS/de

Zur Teilnahme eingeladen sind alle Menschen, die schon einmal diskriminierende Äußerungen gegen lsbtiq* Menschen mitbekommen haben: LSBTIQ*, die ihre persönlichen Diskriminierungserfahrungen mitteilen können und ausdrücklich auch Menschen, die mit den Anfeindungen oder Abwertungen nicht selbst gemeint sind, sie aber hören oder wahrnehmen. Diskriminierung meint die Ungleichbehandlung, Benachteiligung, Ausgrenzung oder Herabwürdigung aufgrund vermeintlichen Andersseins. Die Befragung läuft bis zum 30. Oktober.

GAY*COM 2017 in Düsseldorf

05.10.2017 GAY*COM am 14. Oktober in Düsseldorf

Zum 14. Mal treffen sich kommunalpolitische Vertreter_innen aus Nordrhein-Westfalen und der Landesregierung, um sich zur Politik für Lesben, Schwulen, Bi und Trans* in NRW auszutauschen. Das Schwule Netzwerk NRW und die LAG Lesben in NRW übernehmen gemeinsam die Koordination dieses Vernetzungstreffens, zu dem alle kommunalen Mitwirkenden aus Vereinen, Politik und Verwaltung sowie weitere Akteur_innen der regionalen und landesweiten Politik für LSBT* in NRW eingeladen sind.

Oberbürgermeister Thomas Geisel lädt in diesem Jahr am 14. Oktober ins Rathaus der Landeshauptstadt Düsseldorf ein. Das Thema "Queere Heimaten - Stark in den Regionen" steht im Zentrum der Veranstaltung.

Fußball-Kulturtage NRW - Seitenwechsel

18.09.2017 "Seitenwechsel" bei den Fußball-Kulturtagen NRW

Das LSBT*-Jugendzentrum PULS in Düsseldorf lädt gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Fanprojekte NRW in's Theater ein: "Seitenwechsel" heißt das Stück, das am 12. Oktober um 19 Uhr im Jungen Schauspielhaus Düsseldorf gezeigt wird. Es geht um Liebe und Homophobie im Fußball. Der Eintritt ist kostenfrei.

"Seitenwechsel" von Chris Chibnall — Eine Produktion des Westfälischen Landestheater: George ist Trainer der ersten Mannschaft des englischen Traditionsvereins Northbridge Town. Der Verein dümpelt in der dritten englischen Liga herum, Hoffnung auf Besserung gibt es eigentlich nicht.

queerfeMS queer-feministisches Wochenende in Münster

28.08.2017 queerfeMS: ein empowerndes Wochenende in Münster

Vom 15.-17. September findet in Münster "queerfeMS" statt, ein Wochenende mit queer-feministischen Vorträgen, Workshops, DIY, Musik, Zeit fürs Kennenlernen, Vernetzung und leckerem Essen. "Es sollen Räume geschaffen und respektiert werden, in denen sich Menschen empowern können. Gleichzeitig stellt das Programm des queerfeMS auch eine Kritik an hierarchischen und diskriminierenden Strukturen in der Gesellschaft und in (Queer-)Feminismen dar. Wir wollen von- und miteinander lernen, unsere Kämpfe solidarisch zu verbinden!", heißt es in der Einladung.

Das Programm hält viele Themen und Perspektiven bereit: Vorträge zu Intersektionalität (Be_hinderung im Fokus), islamischem und jüdischem (Queer_) Feminismus, Psychiatriekritik und transfeindlichem Feminismus; Workshops zu Klassismus, Gefängniskritik, Aktzeichnen und Fahrrad schrauben; sowie eine Spoken Word Performance und eine Lesung. [دليل مختصر & English below]

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