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18.03.2014

Homophobie in Uganda - Evangelikaler Import aus den USA

Der Film "God Loves Uganda" des Regisseurs Roger Ross Williams deckt auf, dass die Basis für die ausufernde gesellschaftliche und politische Homophobie in Uganda ihren Ursprung in den USA hat und dokumentiert die erschreckenden Folgen der Missionierung.

 

Am 24. Februar 2014 verkündete das Parlament von Uganda folgendes Gesetz: Wer in einer homosexuellen Beziehung lebt und dabei erwischt wird, kommt lebenslänglich ins Gefängnis. Auch die "Förderung von Homosexualität" wird kriminalisiert. Die Welt ist empört. Vor allem die westliche Welt reagiert mit Konsequenzen für Uganda. Schweden, die Niederlande und die Vereinigten Staaten lassen ihre Entwicklungshilfe ruhen.

Der Dokumentationsfilm „God loves Uganda" zeigt aber, dass die Basis für die ausufernde gesellschaftliche und politische Homophobie genau dort, in den Vereinigten Staaten, ihren Ursprung hat. Die amerikanische christliche Kirche entsendet seit knapp zehn Jahren Missionare nach Uganda um dort ihre streng konservativen Werte zu verbreiten.

Trailer des Films (englisch, deutsche Fassung leider nicht verfügbar):

Aber wie konnte es so weit kommen? Uganda ist ein Land, in dem beinahe die Hälfte der Bevölkerung jünger als 15 Jahre ist. Nach dem Sturz des Diktators Idi Amin entstand ein Machtvakuum. Die evangelikale Kirche nutzte diese Chance und baute große Kirchen, Waisenheime und Schulen. Allerdings nicht ohne dabei auch ihre christlichen Werte in die Gesellschaft einzupflanzen und einen neuen christlichen Gottesstaat zu errichten – wie sie es nennen. Zu diesen Werten gehört unter anderem das Verbot von homosexuellen Beziehungen und Lebensweisen.

Vor allem Pastor Scott Lively, der Autor des Buches „The Pink Swastika – Why and how to defeat the Gay Movement", hat in Uganda ein neues Betätigungsfeld entdeckt. Er hält Uganda für die "Perle der Menschheit" und außerdem für eine Chance, die christliche Kirche weltweit mehr und mehr an Einfluss gewinnen zu lassen. Er hielt im Parlament von Uganda eine Rede, in der er vor den Gefahren der Homosexualität warnte. Die Homosexuellen hätten als Ziel die Zerstörung der Gesellschaft. Schon in seinem Buch gibt er Homosexuellen die Schuld am Nationalsozialismus.

Aber warum macht Uganda da mit? In den neunziger Jahren hatte Uganda mit 18 Prozent die höchste AIDS-Rate in Afrika. Die amerikanische und die ugandische Regierung haben kostenintensive Aufklärungsprogramme gefördert. Anfänglich wurden bei diesen Kampagnen noch „Abstinenz, Treue und Kondome" unterstützt. Und die Kampagnen kamen an. Die Zahl der AIDS-Erkrankungen konnte auf fünf Prozent gesenkt werden. Unter George W. Bush als US-Präsidenten wurde die Bewerbung von Kondomen aber eingestellt. Mit Fördergeldern unterstützt wurde nur mehr die Unterstützung von Abstinenz.

Erklärungen und Kommentare des Regisseurs und zwei Geistlichen aus Uganda:

Für den Film „God loves Uganda" folgt der Regisseur Roger Ross Williams einer Gruppe junger Missionare aus der Kirche „International House of Prayer" (IHOP). Sie sind auf einer Auslandsmission um Andersgläubige zu bekehren. Homosexuelle sollen geheilt werden und Einheimische für die Weiterverbreitung bis in die kleinsten Dorfer als Missionare ausgebildet werden.

Regisseur Williams braucht keine Off-Kommentare im Film. Er hat schon in früheren Dokumentationen den enormen Einfluss der evangelikalen Kirche in Afrika und die daraus entstandene Intoleranz gegenüber Homosexuellen bemerkt. Die Interviews, die er scheinbar beiläufig mit Pastoren und Mitgliedern des "International House of Prayers" führt, lassen dem Zuschauer eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Die Bekehrungsversuche einer fanatischen Kirchengemeinde und deren Propagandafilme sind erschreckend.

Jetzt sitzt die westliche Welt mit offenen Mündern da und tut erschrocken bezüglich der radikalen Entwicklungen in Uganda. Uganda ist nicht das einzige afrikanische Land mit strengen Anti-Gay-Gesetzen. Die USA und die EU drohen mit dem Stopp von Entwicklungsgeldern. Und Uganda? Unterstützer der Gesetzesverschärfung wie zum Beispiel Pastor Martin Ssempa wehren sich gegen den Vorwurf, dass dieses Gesetz erst durch die US-evangelikale Kirche entstanden sei. Er betont, dass es eine rein ugandische Entscheidung gewesen sei.

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