symbol sitemap   youtube logo     facebook logo    E-mail icon

symbol sitemap youtube youtube
  • Slide - Dritte Option 1
  • Slide - Dritte Option 2
  • Slide - Dritte Option 3
  • Slide - Dritte Option 4
  • Slide - Dritte Option 5

Kampagne und Du!

Download-Bereich

Bildausschnitt Logo “anders und gleich“

Fachtag

fachtag-community

Flucht

refugees-lag

Material-Bestellung

Menue-rechts Material-Bestellung

Adressen NRWweit

Bild: Ausschnitt Nordrhein-Westfalen-Karte

CSD - nur mit Dir!

Illustration CSD

17. Mai: #RoteKarte

Menue-rechts RoteKarte 163

E-Postkarte

Bildausschnitt einer elektronischen Postkarte

Aktuelle Meldungen

11.11.2016 Köln steht im Wort: sicherer Wohnraum für LSBTIQ* Geflüchtete

Nach einer Zusage der Stadt Köln für 30 sichere Wohneinheiten für lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere (LSBTIQ*) Geflüchtete, kam dann doch die Absage. Die Geflüchteten wurden in umgewidmeten Hotels untergebracht. Die Rainbow Refugees Cologne – Support Group erklärt, warum diese Unetrbringung völlig ungeeignet ist, warum die Stadt zu ihrem Wort stehen muss und versucht gleichzeitig, die Notlage zu mindern.

Nach Deutschland geflüchtete Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und Queers haben sich der Verfolgung in ihrem Heimatland entzogen. Doch hier werden sie meist im gleichen Heim und gleichen Zimmer mit Landsleuten untergebracht, vor denen sie geflohen sind. Nicht immer ist das Personal in den Flüchtlingsunterkünften sensibilisiert für die speziellen Nöte ihrer LSBTIQ*-Schützlinge.

Rainbow Refugees Cologne Support GroupBesonders prekär ist die Lage für Geflüchtete in Gemeinden, die über keine Beratungs- und Selbsthilfestruktur für LSBTIQ* verfügen. In den Sammelunterkünften sind LSBTIQ* Beleidigungen, Nötigungen und Drohungen, sexuellen Übergriffen und physischer Gewalt ausgesetzt. Die Rainbow Refugees Cologne – Support Group hat seit ihrer Gründung im November 2015 dutzende Fälle von Übergriffen dokumentiert. "Doch was wir erfahren, ist nur die Spitze des Eisbergs", heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative. Weil ihre Situation in den Heimen unerträglich geworden ist, ziehen viele Geflüchtete von einer provisorischen Unterkunft in die nächste. Andere prostituieren sich, nur um nicht mehr ins Flüchtlingsheim zurück zu müssen.

Stadtverwaltung hält die Zusage nicht ein

Etwa 1.300 geflüchtete Personen mit LSBTIQ*-Hintergrund leben derzeit in Köln, schätzen mit der Arbeit vertraute Initiativen. Am 10. September 2015 beschloss der Rat der Stadt Köln, für den Personenkreis der besonders schutzbedürftigen Flüchtlinge zukünftig besondere Anstrengungen zu unternehmen. Darunter sind ausdrücklich auch Personen mit LSBTIQ*-Hintergrund genannt.

Im September 2016 bot das Amt für Wohnungswesen an, 30 kleinere Wohneinheiten für LSBTIQ*-Geflüchtete zur Verfügung zu stellen. Diese Wohneinheiten sollten dem Sicherheitsbedürfnis der Personengruppe entsprechen und nahe der Innenstadt gelegen sein. Ein Objekt mit fünf Plätzen sei bereits angemietet worden, teilte Amtsleiter Josef Ludwig in einem Gespräch mit der Rainbow Refugees Cologne – Support Group, rubicon e.V. und der Aidshilfe Köln e.V. mit. In einem weiteren Gespräch im Oktober rückte eine Mitarbeiterin des Wohnungsamtes von dieser Zusage wieder ab und verwies auf schon erfolgte Unterbringungen in umgewidmeten Hotels oder Doppelzimmern.

"Diese Art der Unterbringung ist völlig ungeeignet, und das ist der Stadt auch bekannt", sagt Ina Wolf von der Rainbow Refugees Cologne – Support Group. Denn in der Regel handele es sich um Hotels, die vollständig für Geflüchtete angemeldet wurden. D.h. es gehe nicht um einzelne Zimmer in verschiedenen Hotels, sondern um ein Hotel, das zur Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert wurde. Hier setze sich die Geschichte aus der vorherigen Unterkunft einfach nur fort. Zudem sei die Belegung in Doppelzimmern untragbar, da dieses mit einer anderen, womöglich LSBTIQ*-feindlichen Person geteilt werden müsse. "Angesichts der absoluten Dringlichkeit in vielen Fällen ist dieses langwierige Verfahren nicht nachvollziehbar. Wir fordern die Stadtverwaltung auf, ihrer Verantwortung endlich nachzukommen. Und wir appellieren an die Oberbürgermeisterin Henriette Reker und die Politik, hier Druck zu machen."

Vermittlungsgruppe versucht Lücken zu füllen

In der Zwischenzeit versucht die Rainbow Refugee Cologne – Support Group so gut es geht in die Bresche zu springen. Die Vermittlungsgruppe sammelt private Wohnungs- und WG-Zimmerangebote und versucht sie an passende Hilfesucher_innen zu vermitteln. Unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! freuen sich die Aktiven über weitere Angebote. Für diese zentrale Arbeit werden zudem noch weitere Ehrenamtler_innen gesucht.

"Wir bemühen uns in Kooperation mit anderen Trägern nach Kräften, den Geflüchteten zu helfen. Doch können wir allein den dringenden Bedarf an sicheren Wohnraum nicht decken", stellt Ina Wolf klar. "Unser ehrenamtliches Engagement entlässt weder die Stadt noch die hauptamtlichen
Mitarbeiter_innen in den Flüchtlingsinitiativen oder anderer sozialer Träger aus ihrer Verantwortung."

Über die Rainbow Refugees Cologne – Support Group

Seit Mitte November 2015 koordinieren sich Aktive in der Initiative Rainbow Refugees Cologne – Support Group. In enger Zusammenarbeit mit dem selbstorganisierten Migrant_innenprojekt baraka im Beratungszentrum rubicon, der Geflüchteten-Selbsthilfeinitiative Sofra Cologne und dem Kölner Flüchtlingsrat wollen wir LSBTIQ*-Geflüchteten ganz konkrete Hilfe anzubieten. Die Bandbreite reicht von einer Vermittlung von Deutsch- und Integrationskursen, kulturellen Veranstaltungen, einer Notschlaf- und Wohnraumbörse bis hin zur Vermittlung und Begleitung zu LGBTIQ-freundlichen Asylverfahrens- und Asylberatung.

Weiterhin möchten wir für die besondere Lage der LGBTIQ*-Geflüchteteten sensibilisieren. Wir führen zudem Schulungsveranstaltungen für
Mitarbeiter_innen in Flüchtlingsunterkünften in ganz Nordrhein-Westfalen durch.

www.rainbow-refugees.cologne
www.fb.com/Rainbow-Refugees-Cologne-Support-Group

Kampagne und Du!

Download-Bereich

Bildausschnitt Logo “anders und gleich“

Fachtag

fachtag-community

Flucht

refugees-lag

Material-Bestellung

Menue-rechts Material-Bestellung

Adressen NRWweit

Bild: Ausschnitt Nordrhein-Westfalen-Karte

CSD - nur mit Dir!

Illustration CSD

17. Mai: #RoteKarte

Menue-rechts RoteKarte 163

E-Postkarte

Bildausschnitt einer elektronischen Postkarte

ministerium