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25.08.2016 CSDs: ein deutsch-französischer Vergleich

Seit Juli genießen die LAG Lesben in NRW sowie die Kampagne "anders und gleich – Nur Respekt Wirkt" die Unterstützung ihrer Praktikantin Orane Courtalin. Orane ist 22 Jahre alt, wurde in Montbéliard (Ost-Frankreich) geboren und studiert Politikwissenschaft in Münster und Lille. In diesem Gastbeitrag schreibt sie über ihre Erfahrungen bei den CSDs in Duisburg und Siegen und vergleicht sie mit ihren Erfahrungen aus Frankreich.

"Kann man wirklich nach dem Besuch von zwei deutschen CSDs sagen, dass man die deutschen CSDs kennt? Dass man alle Unterschiede und Gemeinsamkeiten deutscher und französischer CSDs mitbekommen hat? Ich glaube nicht.

Aber als Praktikantin der Kampagne 'anders und gleich – Nur Respekt Wirkt' konnte ich an den Infoständen bei den CSDs in Duisburg und Siegen Eindrücke sammeln und die Stimmung dieser CSDs mitbekommen. Diese Stimmung führt mich dann zu einem Vergleich mit dem, was ich kenne, und zwar die CSDs in Frankreich. Ich würde mich nicht als eine 'französische CSD-Expertin' betrachten, da ich nur zwei Mal den CSD in Lille erlebt habe. Aber einen Vergleich will ich dennoch versuchen.

Gastbeitrag von Orane CourtalinMeinen ersten CSD besuchte ich 2013. Das war sechs Monate nachdem das Gesetz, das homosexuellen Menschen erlaubt zu heiraten, in Frankreich in Kraft trat. So war es für mich zunächst überraschend, dass die Menschen bei den CSDs in Deutschland immer noch für das Eherecht kämpfen müssen. Ich hatte noch nie auf einem CSD die Stimmung erlebt, die es auslöst, wenn die LGBTI* Community noch nicht dieses Basisrecht hat. Aber das war wie eine Lehre für mich. Mir wurde klar, dass nichts für die Community wirklich unbestritten war und ist.

Der Hauptunterschied zwischen den CSDs in Siegen und Duisburg und dem in Lille war für mich die Form: eine kleinere Demo für ein größeres Straßenfest - was meines Erachtens Vorteile und Nachteile hat. Ich hatte bei den Demos der beiden deutschen CSDs weniger den Eindruck, dass wir eine vereinte Community sind, die mit einem einzigen Herz vor Freunde beben könnte und die wie mit einer Stimme unsere Ansprüche schreien könnte. (Wäre ich beim CSD Köln gewesen, hätte ich vielleicht einen anderen Eindruck gehabt...).

Aber dafür hatte ich viele schöne Momente und Gespräche bei den Straßenfesten! Dieses Format von CSD war mir neu: Stände in der Innenstadt, den ganzen Tag. Aber es war gut und spannend, vor allem, wenn ich mit (Regenbogen-)Familien sprechen konnte und wenn ich fühlte, dass die Leute wirklich mit mir reden wollten. Die Möglichkeit, ein bisschen Aufklärung, Mut und auch Lächeln zu verteilen, war wirklich toll. Ich hatte auch den – sehr persönlichen – Eindruck bei den Straßenfesten, dass etwas wie Wohlwollen oder sogar Inklusion spürbar war. Mir fiel zum Beispiel auf, dass Trans*personen nicht so viel vergessen wurden, wie es in Frankreich oft passiert. Vielleicht sind die CSDs in Deutschland wirklich LGBTI+* und nicht nur mehrheitlich L und G wie in Frankreich...? Und die Inklusion war auch politisch! In Frankreich sah ich keine konservativen Parteien bei der Demo. Aber in Deutschland hatten FDP und CDU einen Stand bei dem Straßenfest. Ob sie aktiv und hilfreich waren, konnte ich nicht feststellen, weil ich mit niemandem von den Parteien gesprochen habe. Aber sie waren da.

Wie vielleicht spürbar wird, haben mir diese Erfahrungen sehr gefallen und viel Neues beigebracht. Man könnte den Eindruck bekommen, dass mir die deutschen CSDs besser gefallen haben... Das weiß ich noch nicht. Aber ich hatte schon die Idee im Kopf – vielleicht falsch! –, dass die Deutschen generell sehr aufgeschlossen und vielleicht toleranter als die Franzosen waren und sind, aber nicht nur in Bezug auf die LGBTI*+-Community...

Ich bin nicht naiv. In Deutschland gibt es auch noch zu viel zu tun, um die Rechte von LGBTI*+ denen von cis-heterosexuellen Menschen anzugleichen! Und viele deutsche Medien schreiben immer noch, dass CSDs 'Schwulen-Feste' seien, und intolerante Menschen gab es auch bei den Straßenfesten... Aber als Fazit behalte ich trotzdem lieber im Kopf, dass es großartig für mich war, bei deutschen CSDs mit dem Kampagnenstand dabei zu sein und wie viel ich gelernt habe."

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