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08.08.2016 "Als hätten Intersexuelle kein Geschlecht"

Die Bundesverbände Intersexuelle Menschen e.V., Evangelische Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) und der Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) sowie die Kampagne "Dritte Option" kritisieren das Urteil des Bundesgerichtshofes zur Ablehnung eines dritten Geschlechts für intergeschlechtliche Menschen.

"Niemand bestreitet, dass es intersexuelle Menschen gibt, nur offiziell werden darf es nicht", sagt Lucie Veith, Vorstand des Bundesverband Intersexuelle Menschen e.V. Dass das Personenstandsregister seit 2013 erlaube, die zugewiesene Geschlechtsidentität 'weiblich' oder 'männlich' streichen zu lassen, reiche nicht aus.

Intersexuelle Menschen e.V."Da bleibt dann eine Leerstelle – als hätten intersexuelle Menschen kein Geschlecht!" Jeder Mensch habe jedoch das verfassungsgemäße Recht auf die Anerkennung der eigenen Geschlechtsidentität. "Dieses Recht wird Intersexuellen verweigert und ihre Würde mit Füßen getreten", sagt Lucie Veith.

"Das aktuelle BGH-Urteil ist eine Form der Diskriminierung", sagt EFiD-Vorsitzende Susanne Kahl-Passoth.Evangelische Frauen in Deutschland e.V.Es sei Aufgabe der Kirche, dazu beizutragen, Vorurteile abzubauen und Diskriminierung zu bekämpfen. "Jedem Menschen ist seine Geschlechtlichkeit als gute Gabe geschenkt worden. Intersexuelle sind doch keine Schöpfungspanne Gottes", sagt die Theologin.

Auch der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD)kritisiert das unnötige Festhalten an einem binären Geschlechtermodell, das Menschen in die Schubladen "männlich" oder "weiblich" zwingt. Der LSVD fordert den Gesetzgeber auf, einen umfassenden rechtlichen Rahmen für Personen zu schaffen, die sich einem dritten Geschlecht zugehörig fühlen. "Die Empfehlungen des Deutschen Ethikrates zur Intersexualität, die dem Deutschen Bundestag bereits 2012 vorlagen, müssen vollständig umgesetzt werden", teilte der LSVD in einer Presseerklärung mit.

Kampagne Dritte Option beim GeschlechtseintragDie Entscheidung des BGH geht auf eine Klage der intergeschlechtlichen Person Vanja zurück. Vanja hatte im Sommer 2014 am Standesamt Gehrden (Region Hannover) den Antrag auf eine dritte Option beim Geschlechtseintrag gestellt. Die Behörde reichte den Antrag zur Entscheidung an das Amtsgericht Hannover weiter. Das lehnte ab - genauso wie die nächste Instanz, das Oberlandesgericht Celle. Begleitet wird die Klage durch die politische Kampagne "Dritte Option". Die Kampagne will Raum und Sichtbarkeit schaffen für alle Geschlechter jenseits von Mann* oder Frau*, und das Recht auf Selbstbestimmung juristisch und gesellschaftlich erkämpfen.

Vanja erklärt die Bedeutung der dritten Option so: "Für intergeschlechtliche Menschen wäre ein dritter Geschlechtseintrag nach jahrzehntelangem Verleugnen und Unsichtbarmachen endlich die Anerkennung und Würdigung ihrer Existenz. Die aktuelle Lösung keinen Eintrag zu haben ist für mich eben nicht das selbe wie einen passenden Eintrag zu haben. Im Alltag, als Schutz vor Diskriminierung macht es einen Unterschied ob ich sagen kann 'Ich bin ganz offiziell inter' oder ob ich mich auf eine Leerstelle berufen muss."

Vanja und die Kampagnengruppe "Dritte Option" wollen sich mit der Entscheidung nicht zufrieden geben. Sie kündigen an am 2. September um 17 Uhr Verfassungsbeschwerde einzureichen und diese mit einer Demonstration vom Bundesgerichtshof zu Bundesverfassungsgericht zu begleiten.

www.dritte-option.de
www.im-ev.de
www.evangelischefrauen-deutschland.de
www.lsvd.de

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