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05.04.2016 SchLAu NRW legt Jahresbericht 2015 vor

"Der Bedarf von Schulen und Jugendeinrichtungen nach professioneller SchLAu-Aufklärung war 2015 so hoch wie nie zuvor. In 332 Workshops erreichten die SchLAu-Gruppen in NRW mehr als 8.600 Teilnehmende zwischen 13 und 22 Jahren. Das ist eine Steigerung um 300 Teilnehmenden gegenüber dem Vorjahr. Das dahinterstehende ehrenamtliche Engagement für die Durchführung der Workshops beläuft sich auf 3.702 Stunden – Teamtreffen, Schulungen, Akquise etc. sind nicht inbegriffen", heißt es einleitend im Bericht.

SchLAu NRW steht für Schwul Lesbisch Bi Trans* Aufklärung und ist die Vernetzung von lokalen Aufklärungsgruppen aus Nordrhein-Westfalen. Die ehrenamtlichen Teamer_innen besuchen Jugendgruppen, Schulen und andere Bildungseinrichtungen. Im Zentrum von SchLAu steht die Begegnung zwischen Jugendlichen mit lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Teamer_innen, um Vorurteile und Klischees zu hinterfragen und wirkungsvoll abzubauen.

SchLAu NRW leistet damit einen grundlegenden Beitrag zu nachhaltiger Antidiskriminierung, effektiver Gewaltprävention und demokratischer Menschenrechtsbildung.

Jahresbericht SchLAu NRW 2015 Anzahl der Workshops"Während sich die Workshop-Anfragen und der Ausbau der ehrenamtlichen Kapazitäten bis 2014 in etwa die Waage hielten, überstieg die Nachfrage nach SchLAu-Workshops 2015 deutlich das realisierbare Angebot. Das führt zu einer etwas zwiespältigen Bilanz: 2015 wurden so viele Workshops wie nie zuvor nachgefragt und durchgeführt, gleichzeitig mussten aber auch so viele Workshops wie nie zuvor abgelehnt werden. Mit mehr als 50 abgelehnten Workshops hat sich deren Zahl seit 2011 mehr als verfünffacht. Nicht erfasst bleiben dabei die Anfragen aus Städten und Regionen, in denen noch gar keine SchLAu-Gruppen existieren. Faktisch liegt der Bedarf von Bildungseinrichtungen nach SchLAu-Workshops also noch deutlich höher, als die Zahl der abgelehnten Workshops andeutet. Hier sind sowohl das Land NRW als auch die Kommunen gefragt, um einen bedarfsgerechten Ausbau des Bildungs- und Aufklärungsnetzwerks SchLAu NRW zu ermöglichen. Nur so können die dafür notwendigen Teamer_innen akquiriert, betreut und qualifiziert werden. Das Interesse an SchLAu Workshops ist eindeutig und nachweislich vorhanden", heißt es in dem Bericht.

Jahresbericht SchLAu NRW 2015 Themen der Workshops"SchLAu leistet Bildungs- und Aufklärungsarbeit zu lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Lebensweisen und –wirklichkeiten. Darüber hinaus werden weitere wichtige Themen angesprochen, oft geschieht dies durch die Jugendlichen selbst. Wie schon in den Vorjahren wurden 2015 auch die Themen Geschlechterrollen, Diversity und Rassismus thematisiert. Die intersektionale Ausrichtung von SchLAu macht die Verschränkungen zu anderen diskriminierten Gruppen und Menschen sichtbarer. Mehrfachdiskriminierung gehört damit in über 30% der Workshops zum selbstverständlichen Thema. Komplett neu ist das Thema Intergeschlechtlichkeit. Dieses findet sich ab 2016 auch in den SchLAu Qualitätsstandards", heitß es im Jahresbericht 2015.

Im Jahresbericht finden sich außerdem Informationen zu den vielen lokalen Gruppen von SchLAu in ganz Nordrhein-Westfalen, sowie zur Landeskoordination und Sprecher_innen-Team. Zudem werden die Qualifikation der Teamer_innen sowie die Qualitätsstandards transparent beschrieben.

Interessant ist darüber hinaus die Auswertung, an welchen Schulformen SchLAu NRW Workshops durchführte und aus welchen Gründen Kooperationen mit SchLAu zustande kamen. Der vollständige Bericht steht hier zum Download.

Weitere Informationen zu SchLAu NRW:
www.schlau-nrw.de
www.facebook.com/SchLAuNRW

Während sich die Workshop-Anfragen und der Ausbau der ehrenamtl
ichen Kapazitäten bis 2014 in etwa
die Waage hielten, überstieg die
Nachfrage nach SchLAu-Workshop
s 2015 deutlich das realisierbare
Angebot. Das führt zu einer etwas zwiespältigen Bilanz: 2015 wu
rden so viele Workshops wie nie zuvor
nachgefragt und durchgeführt, gleich
zeitig mussten aber auch so
viele Workshops wie nie zuvor abge-
lehnt werden. Mit mehr als 50 abgelehnten Workshops hat sich de
ren Zahl seit 2011 mehr als verfünf-
facht. Nicht erfasst bleiben dabei die Anfragen
aus Städten und Regionen, in denen noch gar
keine SchLAu-Gruppen existieren. Faktisch
liegt der Bedarf von Bildungseinrichtungen
nach SchLAu-Workshops also noch deutlich
höher, als die Zahl der abgelehnten Workshops
andeutet. Hier sind sowohl das Land NRW als
auch die Kommunen gefragt, um einen be-
darfsgerechten Ausbau des Bildung
s- und Aufklärungsnetzwerks Sc
hLAu NRW zu ermöglichen. Nur so
können die dafür notwendigen Teamer_innen akquiriert, betreut u
nd qualifiziert werden. Das Interesse
an SchLAu Workshops ist eindeutig und nachweislich vorhanden.

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