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06.10.2015 "Der bekennende Heterosexuelle"

Schreiben über Homosexualität und Transgeschlechtlichkeit - wie kann es diskriminierungsfrei und dabei unverkrampft gelingen? - Am 22. Oktober laden die Gleichstellungsstelle der Ruhr-Universität Bochum​ und Feminismus im Pott​ in Kooperation mit der Kampagne anders und gleich - Nur Respekt Wirkt​ und SchLAu NRW​ zu einem Schreib-Workshop ein.

„Die bekennende Lesbe", „der überzeugte Homosexuelle", „die Transe" und derlei Beispiele mehr lesen wir täglich in Zeitungen, Magazinen, Blogs und den sozialen Netzwerken. Die Umkehrung zeigt: „der überzeugte Heterosexuelle" klingt schräg und würde niemand so schreiben. Warum klingt es dann, wenn es um nicht-heterosexuelle Menschen geht offenbar für viele druckreif?

2015-10-06 Schreib-Workshop Titelbild 390„Die Darstellung von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in den Medien bietet leider immer wieder Anlass, die Vorurteile und die verdeckten oder offenen Botschaften mancher Schreibender zu hinterfragen und sich mit wertfreier Sprache auseinanderzusetzen", sagt Caroline Frank, Projektleiterin der Kampagne „anders und gleich – Nur Respekt Wirkt".

Die Kampagne wird gefördert vom Emanzipationsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und soll in der Bevölkerung für Gleichstellung und Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt werben. Die Medien spielen dabei eine wichtige Rolle. Selbst als renommiert geltende Medien wie z.B. die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" und der "Focus", rutschen immer wieder in populistische Sprache ab. Hier bedarf es dringend der Aufklärung, damit über die Sprache, ein diskriminierungsfreies und offenes Klima geschaffen werden kann.

Offenbar halten viele Schreibende nicht-heterosexuelles Lieben oder transgeschlechtliches Leben per se für schrill, bunt und sexualisiert. Dass damit nur eine mögliche Facette unter sehr vielen beschrieben und damit propagiert wird, fällt der Unsichtbarkeit zum Opfer. Ebenso geht es z.B. Lesben und Bisexuellen, die unsichtbar gemacht werden, indem sie meist pauschal unter dem Wort "schwul" subsummiert werden.

Ziel ist es, den eigenen Sprachgebrauch zu reflektieren, Alternativen zu finden und diese praktisch anzuwenden. Hierfür werden die maximal 12 Teilnehmenden gebeten, Beispiele von in ihren Augen besonders guter oder besonders schlechter Berichterstattung mitzubringen. Durch gemeinsam erarbeitete Alternativen sollen die Schreibenden nicht nur sensibilisiert werden, sondern sie erhalten auch konkrete Praxistipps zur Vermeidung von Diskriminierung und Verletzung.

 

22. Oktober 2015
18 - 21 Uhr
Frauenbibliothek Lieselle (GA 02/60) an der Ruhr-Universität Bochum

Referent_innen:
Caroline Frank (anders und gleich – Nur Respekt Wirkt
Andrea Krieger (SchLAu NRW)

Zielgruppe:
Der Workshop richtet sich an alle interessierten Menschen aus dem Ruhrgebiet.

Anmeldung:
via Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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