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19.08.2014 Demo-Aufruf: CSD Dortmund stellt sich gegen Rechts

Am 25. Mai 2014 überfielen Dortmunder Neonazis das Dortmunder Rathaus und schreckten dabei nicht vor Gewalt zurück. Kommenden Samstag, den 23. August 2014, wollen sie schon wieder ihr menschenfeindliches Gedankengut verbreiten. Der CSD Dortmund stellt sich dagegen.

Anders als in den Vorjahren verherrlichen sie diesmal nicht Krieg und Gewalt aus der NS-Zeit. Anlass ist der zweite Jahrestag des Verbotes des Nationalen Widerstands Dortmund (NWDO).

"Man sieht wieder, wie sehr sich diese Partei als Nachfolger des verbotenen NWDO versteht. Es sind ja auch dieselben Leute mit denselben abscheulichen Methoden. Nur nach außen haben sie sich ein gesetzestreues Mäntelchen umgehängt. Drohungen und Gewalt gegenüber friedlichen Demokrat*innen gehören aber nach wie vor bei den Neonazis dazu, wie zuletzt die Wahlnacht zeigte. Dies werden wir Dortmunderinnen und Dortmunder nicht tatenlos hinnehmen", heißt es auf der Website des CSD Dortmund.

2014-08-19 CSD-Dortmund bunt-statt-braun 635Der Aufmarsch findet am 23. August zeitgleich zum Christopher Street Day (CSD) statt. "Der Hass der Rechtsextremen richtet sich gegen Migrant*innen, gegen Obdachlose und Andersdenkende. Er richtet sich aber auch immer wieder gegen Lesben, Schwule und Transidente. Wir haben nicht vergessen, dass in der NS-Zeit homosexuelle Menschen verfolgt und ermordet wurden. Das ist ein Vermächtnis. Dabei geht es nicht nur um die Auseinandersetzung auf öffentlichen Straßen und Plätzen, sondern auch um den Rechtsextremismus in den Köpfen. Denn wie Antisemitismus und Rassismus gehört Homophobie zum rechtsextremen Weltbild", heißt es auf der Homepage weiter.

Die Veranstalter*innen wollen sich dagegen gemeinsam zur Wehr setzen. Ihr Aufruf lautet "Dortmund - bunt statt braun!" Sie fordern ein Verbot der Partei DIE RECHTE und keine Toleranz für die, die Hass und Gewalt schüren und die Demokratie ausnutzen, um sie abzuschaffen. Mit einer gemeinsamen Veranstaltung möchten der SLADO e.V. (Veranstalter des CSD Dortmund) und der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus ein kraftvolles Signal für eine solidarische, friedliche und tolerante Gesellschaft setzen.

Samstag, den 23.8.2014 Demonstration und Kundgebung
14.00 Uhr Auftaktkundgebung und Eröffnung des CSD an der Reinoldikirche
14.30 Uhr Demonstration
15.00 Uhr Kundgebung nahe dem Versammlungsort der Neonazis / Katharinentreppe

gez. SLADO e.V.: Siekmann, Vorstand; Hardt, Vorstand und Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus: Reiter, DGB; Stiller, Ev. Kirche

Weitere Informationen: www.csd-dortmund.de

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