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15.07.2014 "Wir können auch anders als anders"

In Ostwestfalen-Lippe ist noch viel struktureller Handlungsbedarf für nicht-heterosexuelle Lebens- und Liebensformen. So lautet ein Ergebnis des gestrigen Fachgesprächs "Doing Gender" in Bielefeld. Die Queer Theorie sei dabei ein wichtiges Instrument, das immer wieder kritisch nach Ausschlüssen frage, und müsse deshalb ein fester Bestandteil von Planungsprozessen und Bewusstseinsbildung sein, hieß es in einem Vortrag.

Im Rahmen der Kulturwochen zum Christopher Street Day (CSD) Bielefeld lud das Netzwerkes lesbischer und schwuler Gruppen in Bielefeld e.V. zu einem Fachgespräch zur Bedeutung von geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung für OWL ein.

Unter dem Titel "Doing Gender" wurden in zwei Diskussionsrunden, einem Vortrag und in Arbeitsgruppen die Entwicklungen der queeren Bewegung in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft disktutiert. Prof. Dr. Klaus Müller moderierte die VeranstaltungNach einleitenden Worten von Gastgeber und Moderator Prof. Dr. Klaus Müller befasste sich die erste Diskussionsrunde mit den rechtlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre. Es diskutierten Nora Ellerbrock von SchLAu Bielefeld (schwul-lesbisch-bi-trans* Aufklärung an Schulen), Prof'in Dr'in Melanie Plößer (Sozialarbeitswissenschaften, Fachhochschule Bielefeld) und Caroline Frank (NRW-Kampagne "anders und gleich - Nur Respekt Wirkt"). Es wurde herausgestellt, dass neben der schleppenden Gleichstellung ein gesellschaftlicher Backlash zu verzeichnen sei. Homo- und Transphobie seien wieder salonfähig geworden und die Diskussionen um den Bildungsplan in Baden-Württemberg zeigten, dass hier noch viel Aufklärung nötig sei.Diskussionsrunde (v.l.n.r.): Prof'in Dr'in Melanie Plößer, Caroline Frank, Nora Ellerbrock, Prof. Dr. Klaus Müller

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bielefeld, Ilse Buddemeier, konnte leider nicht anwesend sein und war im Vorfeld interviewt worden. Eine Videoaufzeichnung dieses Interviews wurde eingespielt. Sie berichtete über die Gleichstellungsgeschichte von Frauen aus städtischer Sicht und spannte den Bogen zu den Gemeinsamkeiten des LSBTTI-Gleichstellungskampfes. "Die Forderungen müssen noch lauter und renitenter vorgetragen werden", lautete ihre zentraler Apell an die Community. Auch der Kampf um die Gleichberechtigung von Frauen sei noch nicht abgeschlossen und zeige daher umso mehr, dass ein langer Atem auch für LSBTTI nötig sei.

Prof'in Dr'in Melanie PlößerDass viel Geduld bei einer gesellschaftlichen Bewusstseinsbildung rund um den queer-Begriff nötig sei, machte Melanie Plößer deutlich. nach einer Einführung in die Geschichte und Inhalte der Queer Theorie erläuterte sie in ihrem Vortrag die möglichen Konsequenzen für den pädagogischen und politischen Alltag. "Es geht vor allem darum zu reflektieren, wie Geschlecht produziert wird", sagte sie Wissenschaftlerin. Die Sprache sei hierbei ein sehr wirkmächtiges Instrument, das Identitäten mit Merkmalen ausstatte. "Benennt ein Subjekt seine Identität, z.B. mit 'lesbisch', ist dieser Begriff bereits besetzt durch diese Merkmale", erklärte Melanie Plößer. Die Korsette, die dadurch entstünden, seien eine Einengung der menschlichen Entwicklung und müssten deshalb immer wieder aufgedeckt, entschlüsselt und "gegen den Strich gebürstet" werden. Darin sieht die Forscherin die wesentliche Aufgabe von "queer".

Wie dieser queer-Gedanke auf eine kommunale Ebene übertragen werden könne, damit beschäftigten sich die Arbeitsgruppen, in denen sich die 35 Besucher*innen der Veranstaltung im Theaterlabor Bielefeld zusammenfanden. Die Übertragung bereitete allen Anwesenden große Schwierigkeiten, da ein theoretisches Konstrukt nur schwerlich in die Praxis zu transportieren sei. Allerdings wurden klare Ideen und Forderungen eines Kommunalen Handlungsplans für Bielefeld und die Erweiterung des Angebots für LSBTTI in OWL entwickelt. In OWL gebe es keine vom Land finanzierte Stelle, meist würden bereits bestehende Strukturen in den "Hot Spots" Köln oder Düsseldorf ausgebaut, aber nicht im ländlicheren Raum neu geschaffen - so lautete die Kritik einer Besucherin.

Die Förderung von Projekten im ländlichen Raum und die Unterstützung der Selbsthilfe dort sei zentrales Anliegen der Kampagne "anders und gleich", betonte Caroline Frank. Darüber hinaus müsse aber für dauerhafte Strukturen gesorgt werden und hierbei sei ein kommunaler Handlungsplan, der in Kooperation der Stadt mit der Selbsthilfe entstehen könne, ein guter erster Schritt. Das Motto zum diesjährigen CSD Bielefeld lautet passend zum Stadt-Jubiläum: "Wir können auch anders..... 800 Jahre lesbisch, schwul, bi, trans*, poly und asexuell in Bielefeld". "Wir können auch anders", klinge wie eine Kampfansage, meinte Melanie Plößer, und diese sei wichtig. Sie schlug allerdings vor, den Slogan zu erweitern: "Wir können auch anders als anders". Denn es müsse ganz grundsätzlich über den Begriff der Andersartigkeit (und damit auch über den Normalitätsbegriff) gesprochen werden.

 

Der CSD Bielefeld findet am 19. Juli 2014 statt. Alle weiteren Informationen hier:
www.csd-bielefeld.de

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