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08.07.2014 Lesbenempfang: Solidarität das Wichtigste

Beim 7. Lesbenempfang der Grünen im Kölner Rat wurde am vergangenen Samstag unter dem Motto "Lesbisches Leben zwischen Normalität & Backlash" diskutiert. Einig waren sich die Anwesenden darüber, dass das bisher im Kampf um rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung Erreichte nicht ausreiche. Wie dem aktuellen Backlash, der wieder salonfähig gewordenen Homophobie, zu begegnen sei - dazu gab es unterschiedliche Ideen.

Auf dem Podium diskutierten Claudia Roth (Vizepräsidentin des deutschen Bundestages), Gema Rodríguez Díaz (baraka-Koordinatorin im RUBICON) sowie Sookee (queer-feministische Rapperin).

"Na, zufrieden? Und satt? Angekommen in der Mitte der Gesellschaft?", wurde in der Ankündigung der Veranstaltung gefragt. "Wir meinen: mit dem Erreichten können wir nicht zufrieden sein. Denn Homophobie wird sogar in intellektuellen Kreisen salonfähig.", hieß es in dem Text weiter. In dieser Sache waren sich alle Anwesenden einig: Weder mit der ausbleibenden vollständigen rechtlichen Gleichstellung (siehe volles Adoptionsrecht), noch mit der mangelnden Akzeptanz in allen gesellschaftlichen Bereichen könne die Community zufrieden sein.

2014-07-08 7 lesbenempfang2014 390Das Consilium am Rathausplatz in Köln war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Kirsten Jahn (Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kölner Rat) und Berivan Aymaz (Mitglied des Rates und Kreisvorstandes) die Veranstaltung eröffneten. In den anschließenden Statements von Terry Reintke (Abgeordnete der Grünen im Europaparlament) und Gabriele Bischoff (Geschäftsführererin der LAG Lesben in NRW e.V.) ging es kämpferisch zu: Terry Reintke mahnte zu großer Wachsamkeit gegenüber den rechtspopulistischen und homophoben Entwicklungen auf europäischer Ebene. "Wir müssen uns darauf gefasst machen, dass jede kleinste rechtliche Veränderung zugunsten von nicht-heterosexuellen Lebensweisen ein riesengroßer Kampf wird", sagte die in Gelsenkirchen geborene Politikerin.

Gabriele Bischoff, Geschäftsführerin der 1996 gegründeten Landesarbeitsgemeinschaft Lesben in NRW, machte in ihrem Statement deutlich, dass Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt für alle wichtig sei: "Immer wieder höre ich, dass die Homosexuellen Themen setzen und die Gesellschaft beeinflussen. Ja, wir sind medial präsent, eben weil wir es schlicht satt haben, immer noch als "schrille Minderheit" betitelt zu werden oder zu hören, unsere Beziehungen seien privat". Glücklicherweise haben viele, auch Heterosexuelle, begriffen, dass unsere Freiheit auch etwas mit ihrer Freiheit zu tun hat." Anschließend wurde sie konkreter und betonte im Rahmen des Lesbenempfangs, dass sich bei der medialen Präsenz von Lesben bereits einiges getan habe: "In Frauenzeitschriften kommen Lesben in Beziehungen, als Models, als Berufstätige vor, ohne dass ihre sexuelle Identität problematisiert wird." Aber sie erinnerte auch: "Generell gilt übrigens trotz Grundgesetz und Gleichstellungspolitik, dass Frauen als Expertinnen in den Medien kaum vorkommen. Wenn, dann geht es tatsächlich immer noch um den tiefen Ausschnitt, die Augenringe, die Farbe der Jacke. Mehrere Studien haben ergeben, dass nur um die 20 Prozent der genannten Quellen Frauen sind, zuweilen auch weniger. Und dies hat selbstverständlich Folgen. Denn kommen Frauen nicht prominent vor, werden sie auch von anderen nicht um ihre Meinung gebeten. Außerdem fallen sie als Vorbilder für jene Frauen aus, die immer wieder daran zweifeln, ob ihre Erkenntnisse wirklich zählen, ob sie klug genug sind oder ob sie sich bestimmte Aufgaben überhaupt zutrauen sollten."

Die Lesbenbewegung (und auch die LSBTTI-Bewegung) in einen größeren Zusammenhang einzuordnen, bemühte sich auch Sookee, die queer-feministische Rapperin aus Berlin. Sie stellte im Rahmen der Podiumsdiskussion in Frage, dass es bei der aktuell rückschrittigen Akzeptanz nicht-heterosexueller Lebensweisen um Probleme mit dem Schwul-, Lesbisch- oder Bi-Sein gehe. "Wir haben es vielmehr mit Weiblichkeits- und Männlichkeitsbildern zu tun, in die Lesben, Schwule und Bis nicht passen, weil sie sie grundsätzlich in Frage stellen", sagte sie. Sookee versteht die queere Identität als Alternative zu festgelegten zweigeschlechtlichen Rollenbildern. Trotzdem machte sie deutlich, wie wichtig der Kampf für spezifische Bedarfe einzelner Gruppen, z.B. Lesben, sei. Eine "lesbische Identität" sei wichtig für diejenigen, die sich so definieren und diejenigen, die auf öffentliche Ressourcen zurückgreifen wollen. Es ginge dabei aber nicht um einen "Lesben versus Queer"-Kampf, sondern vielmehr darum, in größeren Zusammenhängen, also einem gemeinsamen solidarischen Kampf, zu denken.

Podium (v.l.n.r.): Claudia Roth, Josefine Paul, Sookee, Gema Rodríguez DíazAuf erschreckend geringfügige öffentliche Mittel kann Gema Rodríguez Díaz zurückgreifen. Sie ist im Kölner RUBICON zuständig für interkulturelle Arbeit, Vernetzung und Migration. Zudem ist sie die Koordinatorin von baraka - a place for lesbians, gays and friends und Landeskoordinatorin von HòMigra. Ihr Anliegen war es vor allem, auf die Mehrfachdiskriminierungen hinzuweisen, die lesbische Frauen mit Migrationshintergrund in der Gesellschaft und auch innerhalb der lesbischen Community erfahren. Hier liefen rassistische und homophobe Stöme zusammen und bedeuteten für diese Frauen vor allem eines: keinen Ort zu haben, an dem ein respektvolles und angstfreies Miteinander möglich sei. Diesen Ausgrenzungen gelte es entgegenzuwirken. Hierzu sei immer auch eine große Portion Selbstreflektion nötig und die Solidarisierung mit Migrant*innen und Ausländer*innen.

Claudia Roth, die dritte im Bunde der Diskutierenden, sprach flammende Worte gegen die Matthias Matusseks und Bernd Luckes dieser Welt. Sie betonte den Unterschied zwischen Meinung und Hassrede und dass es eben nicht in Ordnung sei, sich mal homophob zu äußern á la "das wird man doch wohl noch mal sagen dürfen". Unter dem Deckmäntelchen der Meinungsfreiheit würden permanent die Grundrechte und die Würde von Menschen verletzt, sagte die Politikerin. Josefine Paul (queer- und frauenpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion der Grünen) moderierte die Diskussionsrunde und verschaffte gen Ende noch Stimmen aus dem Publikum Gehör.

Der Diskussion folgte ein gemütliches Come-Together bei Sekt und Häppchen im Kölner Rathaus. Musikalisch wurde die Veranstaltung untermalt von den talentierten Musikerinnen von 42na und Die Miezen.

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