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22.04.2014

Diskriminierung und Hass sind nicht cool

Am Ostersamstag veranstaltete die Kampagne „anders und gleich – Nur Respekt Wirkt" im Gleis22 in Münster einen Rap-Workshop, einen Vortrag und ein anschließendes Konzert der Rapperin Sookee und dem Rapper Refpolk. Es ging um Männlichkeit, Macht, Sexismus und Homophobie im deutschsprachigen Rap.

„Schwule Rapper" lautete der Titel der Veranstaltung spielt auf den gleichnamigen Song des Rappers Kool Savas an.

Der Text dieses Songs ist gespickt mit Hassreden gegen Schwule und Frauen. Außerdem wird Sexualität sehr explizit und gewalttätig beschrieben. Und dies ist nur ein Beispiel für Sexismus und Homophobie im deutschsprachigen Rap. In den Texten und Videos deutscher Rapper wimmelt es nur so von frauenverachtenden und schwulenfeindlichen Aussagen und Darstellungen.

 

Dieser Umstand war Anlass genug für die NRW-Kampagne „anders und gleich", die queer-feministische Rapperin Sookee und den Rapper Refpolk aus Berlin einzuladen. Beide beschäftigen sich mit Geschlechterklischees, Sexismus und Homophobie im deutschsprachigen Rap und wollen insbesondere Jugendliche aufklären. Allerdings nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern durch Austausch und Diskussionen. Im Rap-Workshop lernten die Teilnehmer_innen am Nachmittag über die Entstehung von Rap und seine unterschiedlichen Genres. Warum gilt es als cool, andere zu diskriminieren oder anzufeinden? Was steht dahinter? Die Mechanismen und die Geschichte von Rap lieferten einige Antworten: So entwickelte sich Rap ursprünglich sogar, um Gewalt zu vermeiden, um blutige Straßenkämpfe durch Wortgefechte im Battle-Rap zu ersetzen. Jedoch wurde die Gewalttätigkeit schnell auf die Sprache übertragen. Die zehn Teilnehmer_innen schrieben sogar eigene Texte im Workshop und trugen sie anschließend vor – gewaltfrei, versteht sich.

Der abendliche Vortrag „Männlichkeitskonstruktionen, Sexismus und Homophobie im deutschsprachigen Rap" von Sookee und Refpolk füllte das Gleis22 mit 100 Zuhörer_innen aus. Er zeigte den Anwesenden sehr eindrücklich, wie gewalttätig und hasserfüllt einige Rap-Videos und -Texte sein können. Das Publikum zeigte sich sichtlich erschüttert über Videos von Bushido, KIZ und Cro. Sookee und Refpolk nahmen viele Anregungen aus dem Publikum auf und erklärten die Zusammenhänge von Macht, Kapitalismus und Musikindustrie, die eine entscheidende Rolle bei der Festigung von Bildern im Macho- und Gangster-Rap hätten.

Doch theoretisch sollte es nicht bleiben: Im Anschluss an den Vortrag wurde die Theorie von diskriminierungsfreiem Rap dann in die Praxis umgesetzt: Refpolk wärmte die mehr als 170 Zuschauer_innen mit nachdenklichen und politischen Songs auf. Sookee brachte anschließend die Stimmung nicht nur mit ihrem Szene-Hit „Pro Homo" zum kochen. Auch in ihren Texten geht es um Kapitalismuskritik, Machtstrukturen und unterschiedliche Menschenfeindlichkeiten. – Zum Ende des Veranstaltungstages bleibt die Frage, warum nicht diese intelligente Form, sondern die oft hasserfüllte Form des Rap so erfolgreich ist.

www.sookee.de
www.refpolk.de

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