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25.11.2013

Fachtagung Anti-Gewalt-Arbeit: „Es bleibt noch viel zu tun...!"

Anti-Gewalt-Tagung_Schlüsselanhänger_tu-wasDie Landeskoordination Anti-Gewalt-Arbeit für Lesben und Schwule in Nordrhein-Westfalen (NRW) und das Sozialwerk für Lesben und Schwule e.V. lud am 13.11.2013 Vertreter_innen aus Community, Polizei, Wissenschaft und Politik zur Fachtagung „Diskriminierung und Gewalt stoppen!" ein. Einige neue Ideen für den Kampf gegen Diskriminierung und Gewalt konnten entwickelt werden.

Für Almut Dietrich, Ansprechpartnerin für Anti-Gewalt-Arbeit im RUBICON Köln und Mitorganisatorin der Tagung, ist das Gegenteil von Gewalt ist ein Netz. Ein Netz zum Schutz: durch Prävention, Aufklärung und Solidarität. Und ein Netz zum Auffangen: durch Beratung, Hilfe und Justiz. Das Ziel sei es, die Anti-Gewalt-Arbeit überflüssig zu machen, doch dort sei die Gesellschaft leider noch lange nicht angekommen.

Im Eröffnungsvortrag sprach Dr. Marc Coester über das US-amerikanische Konzept der Hate Crimes. Hate Crimes sind (Gewalt-)Taten, „die aufgrund von Vorurteilen gegenüber der Rasse, Religion, sexueller Identität, Ethnie oder Behinderung geleitet sind und die gesamte soziale Gruppe des Opfers betreffen", sagte Marc Coester. Er plädiert daher für die Einführung dieser Verbrechenskategorie in das deutsche Strafrecht. Es sei dadurch nicht nur eine bessere Statistik über Hassverbrechen möglich, sondern vor allem würde die Justiz ein klares Zeichen gegen Diskriminierung setzen. In den USA werde bei einem vorurteilsbasierten Hate Crime das doppelte Strafmaß verhängt.

In der anschließenden ersten Podiumsdiskussion ging es strukturzentrierte Strategien in Polizei und Kriminalprävention, Schule und Jugendhilfe. Daran nahmen Vertreter_innen des Landeskriminalamtes (LKA) NRW, des Kriminalpräventiven Rates des Landeshauptstadt Düsseldorf, der Fachberatungsstelle „Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie" und der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen München teil. Aus ihr ging vor allem die Forderung gegenüber der Polizei hervor, die Sensibilisierung für die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender, Transsexuellen und Intersexuellen (LSBTTI) in die Ausbildung von Polizist_innen zu integrieren. Derzeit gebe es hierfür lediglich Fortbildungen, die zwar ein guter Schritt seien, aber optional seien. Andreas Unterforsthuber von der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Stadt München berichtete von den Ergebnissen der bundesweit beachteten Studie der Koordinierungsstelle zur Situation von LSBTTI-Jugendlichen, im Rahmen derer Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe befragt wurden. „Da bleibt noch viel zu tun", resümiert er. Denn Homophobie sei im Jugendalter sehr verbreitet, aber bei Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe herrsche ein „großer blinder Fleck" vor. Dabei liefere die Studie auch den Beweis, dass Fachkräfte das eigene mangelnde Fachwissen als problematisch wahrnehmen und sich gerne durch Fortbildungen das entsprechende Rüstzeug aneignen wollten.

In der abschließenden Podiumsdiskussion zum Thema „Betroffene zu Akteur_innen machen" widmeten sich die Teilnehmer_innen zielgruppenorientierten Community-basierten Strategien gegen Diskriminierung und Gewalt. Daran nahmen Vertreter_innen der LesMigraS, AidsHilfe NRW, RUBICON-Trans*-Beratung, des bi-schwulen Migrationsprojekts Mashalla und der Kampagne „anders und gleich - Nur Respekt Wirkt" teil. Quintessenz der Diskussionsrunde war, dass bei Community-basierten Strategien immer die Stärkung des Selbstbewusstseins der Akteur_innen im Vordergrund stehen sollte. Besonderes Fingerspitzengefühl sei im Bereich LSBTTI mit Migrationshintergrund gefragt: In vielen Ländern seien LSBTTI sehr weit von einer Gleichstellungsdebatte, wie wir sie hierzulande führen, entfernt. Dadurch entstehe ein starker gefühlter Kontrast, der viele daran hindere, sich in die Community-Arbeit einzubringen und sich zu zeigen. Dadurch entstehe wiederum eine mangelnde Sichtbarkeit von Migrant_innen in der LSBTTI-Szene. Hier müssten niedrigschwellige und vor allem einfühlsame Strategien zur Ansprache gewählt werden, sagte Güner S. vom Projekt „Mashallah!" („Mashallah" heißt auf Arabisch sowohl „großartig" als auch „gottgewollt").

 

Linkliste zu den Vortragenden/Teilnehmer_innen der Tagung und ihren Studien:

Vortragende:
- Dr. Marc Coester (Leiter des Arbeitsbereichs „Prävention von Rechtsextremismus" des Landespräventionsrates Niedersachsen): www.marc-coester.de
- Dr. Anne Bachmann (Institut für Psychologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel): www.uni-kiel.de/psychologie/sozial/bachmann.php, Studie: www.berlin.de/imperia/md/content/lb_ads/gglw/veroeffentlichungen/g32_lebenssituation_schwuler_bisexueller_m__nner_bachmann_bf.pdf?start&ts=1370355482&file=g32_lebenssituation_schwuler_bisexueller_m__nner_bachmann_bf.pdf
- Saideh Saadat-Lendle (Lesbenberatungsstelle LesMigraS Berlin): www.lesmigras.de, Studie: www.lesmigras.de/tl_files/lesmigras/kampagne/Studie_Zusammenfassung_LesMigraS.pdf
- Deborah Reinert (LSVD OV Köln): http://lsvd-koeln.de/lsvd, Studie: www.lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/TSG/Studie_NRW.pdf

Podiumsdiskussion 1:
- Wolfgang Hermanns (Kriminaloberrat, LKA NRW): www.gdp-lka-nrw.de
- Frank G. Pohl (Fachberatungsstelle „Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie"): www.schule-der-vielfalt.de
- Andreas Unterforsthuber (Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, München): www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Direktorium/Koordinierungsstelle-fuer-gleichgeschlechtliche-Lebensweisen.html, Studie: www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Direktorium/Koordinierungsstelle-fuer-gleichgeschlechtliche-Lebensweisen/Jugendliche-Lesben-und-Schwule/Befragung.html
- Tanja Schwarzer (Kriminalpräventiver Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf): www.duesseldorf.de/kpr

Podiumsdiskussion 2:
- Jay Keim (Lesbenberatung LesMigraS, Berlin): www.lesmigras.de
- Reinhard Klenke (Herzenslust & AidsHilfe NRW): www.ahnrw.de
- Caroline Frank (Kampagne „anders und gleich – Nur Respekt Wirkt"): www.andersundgleich-nrw.de
- Merit Kummer (Trans*Aktivistin, anyway und RUBICON): www.anyway-koeln.de, www.rubicon-koeln.de, Studie: www.vielfalt-statt-gewalt.de/fileadmin/vielfalt-statt-gewalt/pdf/Problemerhebung.pdf
- Güner S. (Projekt „Mashallah!" der AidsHilfe Essen): www.aidshilfe-essen.de/index.php?id=66

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